Programm 2015

Programm 2018

Allgemeine Informationen zum Kongress

Nach drei erfolgreichen Kongressen in den Jahren 2014, 2015 und 2016 wird der nächste Kongress „Der Große Frieden“ vom 19.-21. Oktober 2018 in Auerstedt stattfinden. Der thematische Schwerpunkt wird dabei auf dem Thema der Friedenspädagogik liegen.

Grundgedanke ist es, neue Formen des politischen Miteinanders, die auf der Demokratie aufbauen, aber weiterführend und visionär angelegt sind, zu ergründen und zu erörtern, wie diese in die kulturelle und politische Bildung einfließen können.  Der Kongress wird wie in den vergangenen Jahren vom Kinderhilfswerk Ourchild e.V. durchgeführt.

 

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Freitag, 19. Oktober 2018

 

  • 8:45 Uhr Einlass
  • 9:00 Uhr Begrüßung Marion Schneider, Vorstandsvorsitzende Ourchild e.V.
  • 9:15 Uhr Eröffnung der Dauerausstellung „Vorbilder und Friedensstiftende“ 

Wolfgang Knappe, Vorstandsvorsitzender Maria-Pawlowna-Gesellschaft e.V.

Dr. Andreas Jantowski, Direktor des Thüringer Instituts für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien

  • 9:30  Uhr Begrüßung und einleitende Worte zum Fortbildungstag für die Friedenspädagogik

Dr. Andreas Jantowski, Direktor des Thüringer Instituts für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien

  • 9:45 Uhr Vorstellung der Tagesthemen und des Tagesprogramm

Ernst Haberland, Sprecher Mittelstandsakademie Thüringen, Suhl

  • 10:00 – 11:15 Uhr Gewaltfreie Kommunikation  als Beitrag zum Frieden an Schulen

Stefan Quasebarth, Moderator MDR, Coach und Kommunikationstrainer

Hier wird die Methode der Gewaltfreien Kommunikation speziell für den Einsatz an Schulen und in der Arbeit mit Jugendlichen an Beispielen aufgezeigt. Gleichzeitig erfahren die Teilnehmer viel über die dahinter steckende Haltung und die Konfliktpotentiale. Die Teilnehmer erfahren, wie sie in Konfliktsituationen einschreiten und de-eskalierend tätig werden,- sowie Konflikte und Konfliktsituationen vermeiden können.

  • 11:15 – 11:30 Uhr  Kaffeepause
  • 11:30 – 12:30 Uhr Psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland

Dr. Susan Sierau, Abteilung f. med. Psychologie und med. Soziologie, Universität Leipzig 

Jedes fünfte Kind leidet unter einer behandlungsbedürftigen psychischen Störung. Diese liegt dann vor, wenn das Verhalten oder Erleben bei Berücksichtigung des Entwicklungsalters abnorm ist und zu einer Beeinträchtigung führt. In diesem Vortrag werden häufige psychische Störungen im Kindes- und Jugendalter hinsichtlich Entstehungsbedingungen, des (frühen) Erkennens und der Hilfeansätze thematisiert.

  • 12:30 bis 14:00 Mittagpause
  • 14:00 – 15:30 Uhr 

Krieg und Frieden aus kultureller Sicht –  Der transkulturelle Ansatz zur Förderung von interkulturellem Verstehen durch künstlerische und ästhetische Praktiken und Musik.

Prof. Dr. Tiago de Oliveira Pinto, Direktor des Instituts für Musikwissenschaft, Chair Holder, UNESCO Chair on Transcultural Music Studies

Eine kulturtheoretische Betrachtung auf Frieden und Krieg, die von der ästhetischen Praxis des Menschen ausgeht, kann das Phänomen von kriegerischen Gewaltausbrüchen, die in jeder Gesellschaft vorkommen, deuten helfen. 

Die Berücksichtigung des immateriellen Kulturerbes, das seit der UNESCO Konvention von 2003 auch in Deutschland an Bedeutung gewinnt, zeigt uns deutlich, wie sehr ein von Generation zu Generation weiter gegebenes Wissen und die Suche nach ästhetischer Befriedigung den Zusammenhalt einer Gemeinschaft prägen. Das hat sich selbst im Zeitalter der globalen Vernetzung und des schier grenzenlosen Informationsflusses nicht verändert. Die Kehrseite der ästhetischen Befriedigung ist aber ebenfalls Teil von Kulturerbe. Da wo Gesang ist, ist auch Wettstreit, und Wettstreit kann in kämpferische Auseinandersetzung münden. Diese Prämisse soll mit Beispielen aus der Kultur belegt werden. Es geht vor allem darum auch mit dem Konzept des Immateriellen Kulturerbes vertraut zu machen. 

Die Reflexion über Krieg und Frieden spürt am Ende immer universelle Züge des Menschen auf. Der Vortrag wird mit musikalischen Bespielen und mit Anschauungsmaterial aus dem immateriellen Kulturerbe aus Deutschland illustriert.

  • 15:30 bis 16:00 Kaffeepause
  • 16:00– 17:30 Uhr

Wie klingt Frieden? – Handlungsorientierte Ansätze zur Friedenserziehung im Musikunterricht.

Dr. Eva-Maria von Adam-Schmidmeier, Lehrbeauftragte für Transcultural Music Studies am Institut für  Musikwissenschaft Weimar-Jena.

 

Im Zentrum dieser Fortbildungsveranstaltung stehen klingende Realisierungen des Friedens-Gedankens. In großer stilistischer Bandbreite werden Musikwerke vorgestellt, die sich im engeren oder auch weiteren Sinne mit der Thematik auseinandersetzen. Repräsentative Werke wurden didaktisch-methodisch für die unterrichtliche Verwendung  zu methodisch abwechslungsreichen Materialien aufbereitet; diese werden in der Veranstaltung vorgestellt.

  • 17:30Uhr Ausstellungseröffnung „Die Farben des Friedens“ 

Kinder mit besonderen Bedarfen haben ihren eigenen FRIEDEN gemalt

  • 17.50 Uhr Zeit für gemeinsame Gespräche

danach Abendessen

  • 20:00 Uhr Friedenspädagogik im Licht des Großen Friedens

Prof. Harald Seubert, Professor für Philosophie und Religionswissenschaft an der Staatsunabhängigen Theologischen Hochschule Basel 

Der Vortrag baut auf dem erarbeiteten Begriff und der Vision eines Großen Friedens auf und fragt nach den heutigen friedenspädagogischen Umsetzungsmöglichkeiten. Neben einer Exkursion zum Bildungsideal der Antike und der Weimarer Klassik – mit einem besonderen Fokus auf die „ästhetische Erziehung des Menschen“ – steht der Personalismus (Max Scheler, Edmund Husserl, Edith Stein, Sri Aurobindo, Günter Rager) im Zentrum: Das PERSON-Sein als tiefste Quelle für den (individuellen) Großen Frieden.

 


Samstag, 20.Oktober 2018

 

  • 08:00 – 08:30 Uhr

Musikmeditation in der Friedenskirche, Auerstedt

Dr. Eva-Maria  von Adam-Schmidmeier und Prof. Tiago de Oliveira Pinto

  • 9:00 Uhr Kurze

Zusammenfassung des Vortags und Vorstellung des heutigen Tages

  • 9:30 – 10:30 Uhr – Anthropologie und Friedenspädagogik von Edith Stein

Prof. Claudia Mariéle Wulf, Professorin für Moraltheologie und Christliche Ethik, Utrecht (NL) ?

Abstract/Abstract

  • 10:30 – 11:30 Uhr Pause
  • 11:00 – 12:30 Uhr   

Krieg und Frieden – mehr als ein Dilemma

Tetralemma Tanzen – neue Zugänge zur Friedenspädagogik 

unter Leitung von Kay Hoffman, Musikerin, Philosophin, Autorin, 

In einer Einführung wird Struktur und Technik der sogenannten Tetralemma-Aufstellung vorgestellt und zu ihrer konkreten Umsetzung als „begehbare Logik“ im Selbstversuch und Experiment eingeladen. „Krieg“ und „Frieden“ als Zustände des subjektiven Erlebens und einer intersubjektiven Deutung finden zu verschiedenen Ausdrucksgestalten; darüber hinaus gibt es die Positionen/Zustände eines Sowohl- als-auch und eines Weder-Noch mit ihren jeweiligen Konnotationen; und es gibt eine Überschreitung „all dessen“, die in eine Dimension des ganz Anderen führen kann. Diese erschließt sich in Formen der Improvisation. Bedingung für die Leichtigkeit einer kreativen konstruktiven Spontaneität ist ein Zustand von FLOW einer prozesshaften Qualität.

  • 12:30 – 14:00 Mittagspause
  • 14:00 – 15:00 

Leibeserziehung und Leibesphänomenologie  

Workshop Prof. Wulf für Erwachsene 

Als Pionierin der Leibesphänomenologie wollten wir uns mit Edith Stein der „Doppelnatur des Leibes“ annähern und die praktischen Implikationen ihrer von Edmund Husserl übernommenen Unterscheidung einer objektivistischen und einer personalistischen Perspektive auf den Leib für eine zukunftsweisende Leibeserziehung beleuchten.

  • 14:00- 15:00 Uhr – Workshop Steffen Quasebarth für Kinder und Jugendliche
  • 15:00 – 15:45 Pause
  • 15:45 – 17:00 Uhr – Leibeserziehung und freie Leibesbewegung

Workshop Kay Hoffmann  für Erwachsene

Auf Grundlage eines tieferen Verständnisses von „Leib“ und „Bewegung“ – speziell mit Edith Stein – wollen wir dem Wesen der leiblichen Eigenbewegung nachgehen – bis hin zum Ideal einer Leibeserziehung: der freien Leibesbewegung. 

  • 15:45 – 17:00 Auftritt v.d. Heiden
  • 17:00 – 18:00 Plenum: Workshop-Ergebnisse
  • 18:00 – 19:30 Abendessen
  • 20:00 Uhr Körperwahrnehmung und Tanz  

Mit Andreas Mascha; Kay Hoffman und Prof. Harald Seubert

Musik zum Entspannen.

Tanzen ist ein höchst effektiver und gleichzeitig spielerischer Zugang zur Selbstwahrnehmung und Leibesaktivierung. Eingestimmt durch eine tänzerische Bewegungsmeditation (Leitung: Andreas Mascha und Kay Hoffman) wird ein Spielraum für eigenleibliche Bewegungsexperiment eröffnet und das Lebendig-Sein gefeiert.

 


Sonntag, 21. Oktober 2018

 

  • 08:00 – 09:00 Uhr

Musikmeditation in der Friedenskirche, Auerstedt

Dr. Eva-Maria von Adam-Schmidmeier und Prof. Tiago de Oliveira Pinto

9:00 Uhr Kurze Zusammenfassung des Vortags und Vorstellung des heutigen Tages

Ernst Haberland, Sprecher Mittelstandsakademie Thüringen, Suhl

  • 9:30 – 10:30 Uhr

Frieden schaffen –  wie man es schafft, Menschen dazu zu motivieren, sich für den Frieden aktiv einzusetzen? Erfahrungen und Beispiele eines Friedensaktivisten

Reiner Braun, Co-Präsident des International Peace Bureau (IPB) in Genf

Frieden ist ohne das aktive Engagement von Menschen, ohne deren Friedenswille nicht möglich. Dieses aktive Engagement ist mehr als individueller Friedenswunsch, beinhaltet diesen aber. Was Friedensengagement heute bedeutet, soll angesichts aktueller Militarisierung, Aufrüstung und des geringen Widerstandes dagegen dargelegt werden. Dabei spielt auch die Air Base Ramstein und der Protest gegen den Drohnenkrieg eine zentrale Rolle.

  • 10:30 – 11:00 Pause
  • 11:00 bis 12:00 Uhr – „Erfolgreich Lernen: ich bin dann mal schlau!“- Subtitel: So einfach geht Lernen und das mit Spaß und Freude. 

Alexandra Aldinger & Michael Müller, Genialico Trainer-Tandem, (Lern-) Coachs, Speaker, Trainer, Gedächtnistrainer, LifeKinetik-Trainer, Autoren, Inhaber des Lernerfolgs-Unternehmens Genialico

Erfahren Sie in diesem kurzweiligen interaktiven Vortrag des Trainer-Tandems, wie leicht erfolgreiches Lernen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit gehirn- und typgerechten Methoden gelingt. Stellen Sie Ihren eigenen Lerntyp fest und lernen Sie die Lernerfolgsfaktoren, die auf das Lernen Einfluss nehmen,  kennen und wie Sie diese positiv berücksichtigen. Bringen Sie zusätzlich Ihr Gedächtnis mit dem „Lernturbo“ (Gedächtnistraining) in Schwung.

  • 12:00 – 13:30 Mittagspause
  •  13:30 – 14:00 Uhr – Frieden schaffen – aus der Sicht eines Studenten 

Leonard Munk, BSc, Forest and Nature Management, WUR, Wageningen/NL

Der Referent spricht aus seiner jüngsten Erfahrung als Schüler und Student, wie er im internationalen 

Umfeld ein friedliches, multikulturelles Miteinander erlebt hat. Dabei wird er sich auf Beispiele und Ereignisse beziehen, aber auch seine Wünsche und Vorstellungen darlegen für eine nachhaltige Erziehung zum Thema „Frieden“ und „friedvolles Miteinander“. Schließlich wird er auf Grund seines Studienfaches ebenfalls darauf eingehen, in wie weit Achtung, Respekt und ein Zusammenleben von Mensch und Natur wichtig sind, wenn es darum geht, Frieden zu bewahren.

  • 14:00 – 15:00 Sonntag – 13.30 – 15.00 Uhr

Grosser Frieden:  Malritual – Gemeinschaftsperformance

Leitung: Viktoria Scholz, Objektkünstlerin, Dipl. Arch.

Am Piano: Robert Herrmann

Rhythmus, Intuition, Farbenklänge und Musik kommen in einer gemeinsamen Performance mit allen Teilnehmern – wie in einer Art Flashmob oder Ritual  – zusammen und erzeugen ein lebendiges Friedensbild. Verschiedene Weltbilder, Lebensgefühle und Geschmäcker dürfen kreativ, spielerisch  und symbolisch vielschichtig aufeinander treffen und die Erfahrung machen zu einem ganzen Bild – sprich zu einer ganzen Welt  – zu gehören.

  • 15:00 – 15:30 Kaffeepause
  • 15:30 – 16:30 Open Space + Abschluss

 

 

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Ein Gedanke zu „Programm 2018

  1. Ich würde mich gerne zum Kongress anmelden. Was sind die Kosten? Wie meldet man sich an?
    Mit freundlichem Gruß
    Claudia Berger

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